Könige, Tänzerinnen und Computergenies – Die 83. Oscar-Verleihung

Einige Überraschungen und viele erfüllte Erwartungen, so könnte man des Ergebnis der diesjährigen Oscarverleihung bezeichnen. Schon zum 83. Mal wurde der wohl berühmteste Filmpreis der Welt im Kodak Theatre in Los Angeles verliehen.

Einige Überraschungen und viele erfüllte Erwartungen, so könnte man des Ergebnis der diesjährigen Oscarverleihung bezeichnen. Schon zum 83. Mal wurde der wohl berühmteste Filmpreis der Welt im Kodak Theatre in Los Angeles verliehen.

Der Oscar, der ursprünglich als Academy Award of Merit 1929 ins Leben gerufen wurde, ist der Filmpreis der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die 1927 als Antwort auf die Rezession in der amerikanischen Filmindustrie gegründet wurde. Jeder mindestens 40 Minuten lange Film, der im Vorjahr wenigstens eine Woche lang gegen Entgelt in einem öffentlichen Kino von Los Angeles gezeigt wurde ist qualifiziert, zusätzlich gibt es noch Kategorien für fremdsprachige, Doku- oder Animationsfilme. Nach einem komplizierten Nominierungsverfahren werden die Preisträger dann schließlich bei einer großen Veranstaltung verkündet.

So auch dieses Jahr, das zahlreiche Erwartungen erfüllt hat. Wichtigstes Beispiel ist hier vermutlich der Psychothriller “Black Swan”, dessen brillante Hauptdarstellerin Natalie Portman wie erwartet als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Der 100-minütige Film handelt von der jungen Balletttänzerin Nina Sayers, deren Wunsch es ist, in einer Neuaufführung von “Schwanensee” die schwierige Doppelrolle der Odette/Odile zu tanzen. Unter dem gewaltigen Erwartungsdruck der Mutter wie des Direktors beginnt sie zu halluzinieren, wird fragiler und verliert allmählich die Realität.

Ein weiterer, sogar mehrfach ausgezeichneter Film ist das Historiendrama “The King’s Speech”, das die Geschichte des stotternden englischen Königs George VI. erzählt. Colin Firth als unsicherer König bekam verdientermaßen den Preis als Bester Hauptdarsteller, Tom Hooper wurde der Beste Regisseur, zusätzlich wurde auch noch das Drehbuch des Films ausgezeichnet.

Ausgezeichnet wurden aber auch zahlreiche andere Filme. Die beiden besten Nebendarsteller, männlich wie weiblich, gingen an “The Fighter”, Filmmusik, Schnitt und Adaptiertes Drehbuch an “The Social Network, die Geschichte des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg, Kamera und Spezialeffekte an den Thriller “Inception” mit Leonardo DiCaprio. Eebenso wurde auch die Neuverfilmung des Fantasy-Klassikers “Alice im Wunderland” belohnt, mit zwei Oscars für Kostüme und Ausstattung.

Viele Topkandidaten bekamen den erwarteten Oscar, die größte Überraschung war vermutlich, dass der Westernfilm “True Grit” um die 14-jährige, den Mörder ihres Vaters suchende Mattie Ross trotz mehrerer Nominierungen letztendlich keine der begehrten Auszeichnungen erhielt.

Es war wie jedes Jahr ein buntes Spektakel von Schauspielern, Regisseuren und Filmemachern, die sich auf dem roten Teppich drängten, ebenso aber auch eine ganze Palette unterschiedlichster Filme, die durch eines geeint werden: Ihre Brillanz. Natürlich kann man immer wieder über einzelne vergebenes Oscars streiten, insgesamt ist die Filmpreisverleihung dennoch ein spannendes und faszinierendes Ereignis.

Das Biest