Review: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Part I

Alles hat ein Ende, nur der Harry der hat zwei. Und genau diese Tatsache sollte sich letzten Endes als Glücksgriff herausstellen. Dadurch dass man die Verfilmung des letzten Buches, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", in zwei Filmen angeht, scheint diese die beste von allen 7 zu werden. Diesen Eindruck habe ich jedenfalls seit ich am Mittwoch Part I im Kino sah.

Alles hat ein Ende, nur der Harry der hat zwei. Und genau diese Tatsache sollte sich letzten Endes als Glücksgriff herausstellen. Dadurch dass man die Verfilmung des letzten Buches, “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes”, in zwei Filmen angeht, scheint diese die beste von allen 7 zu werden. Diesen Eindruck habe ich jedenfalls seit ich am Mittwoch Part I im Kino sah.

Wer die Story nicht kennt, der wird sich wohl kaum für Harry Potter interessieren, drum hier nur eine kurze Zusammenfassung: Voldemort und seine Todesser haben die Kontrolle über das Zaubereiministerium übernommen und die Zauberwelt damit in ihre Schreckensherrschaft gedrängt. Wer kein reinblütiger Zauberer ist oder sich gegen Voldemort stellt, der wird verfolgt. Harry Potter, Voldemorts größter Feind und laut Prophezeiung der einzige der ihn töten kann, nimmt mit seinen Freunden Ron und Hermine den Kampf gegen seine Herrschaft auf.

Ganz klar: dank der zweiteiligen Verfilmung ist es dem Film möglich sich noch mehr an die Buchvorlage zu halten als jemals zuvor. Ich kann mich nicht erinnern irgendeine Szene aus dem Buch vermisst zu haben, ganz im Gegenteil zu “Harry Potter und der Halbblutprinz”, wo man das ganze Finale auf 5 Minuten verkürzte. Damit stellt man endlich die eingefleischten Potter-Fans ruhig, die sich schon seit Teil 1 über mangelnden Tiefgang aufregen.

Mit Teil 7 wird nun auch eine Entwicklung abgeschlossen die schon in “Harry Potter und der Stein der Weisen” begann. Die leuchtende Zauberwelt wird parallel zum Erstarken Voldemorts immer düsterer, der Höhepunkt findet sich in diesem Film. Wer glaubt dieser Teil 7 wäre noch etwas für seinen 6-jährigen Sohn, der die Bücher verschlungen hat, der irrt sich gewaltig. Von Folter bis zu regelmäßigen Morden ist alles dabei, schon in der ersten Szene wird angedeutet dass jemand an eine Schlange verfüttert wird. Und in der selben Szene wird auch eine der wenigen Schwachstellen des Films sofort ersichtlich: manchmal hätte es etwas weniger Dunkelheit auch getan. Stellenweise wünscht man sich einfach auf den Lichtschalter zu drücken, welcher im Kino bekannterweise aber nicht verfügbar ist. Und mal ehrlich, auch als Hitler 1933 an die Macht kam sind nicht alle Lampen kaputtgegangen. ;)

Daniel Radcliffe

Doch dafür wird man mit wunderschönen Aufnahmen der britischen Landschaft entlohnt. Vor diesem Film war mir gar nicht bewusst was es in diesem Land alles zu entdecken gibt. Wer von uns denkt bei dem Wort England nicht an Regen und vernebelte Moore?

Die Schauspieler machen ihren Job, wie auch schon in den Vorgängern sehr gut. Vorallem Daniel Radcliffe nimmt man den 17-jährigen Zauberer aber einfach nicht mehr ab. Das ist aber nicht sein Fehler, der Junge ist halt 21. Von meinem Lieblingsschauspieler Alan Rickman (Severus Snape) ist storybedingt zwar leider nicht viel zu sehn, doch das wird sich ja bekannterweise im nächsten Teil ändern. In den letzten Szenen taucht auch Hauself Dobby auf, der den Schauspielern mit seiner Mimik und Gestik die Schau stiehlt. Ein Beweis dafür wie fortgeschritten man in Sachen Computeranimation schon ist.

Als nach der letzten Szene der Abspann lief, überkam mich zum ersten Mal der Wunsch, dass der Film doch bitte weiterlaufen soll. Das war bei den letzten Filmen nie der Fall, hier war ich immer zufrieden damit dass es jetzt vorbei war. Ob das daran liegt, dass man mitten in der Story aufhört oder die letzte Szene eine der spannendsten war, weiß ich nicht. Aufjedenfall freue ich mich schon jetzt auf das wirkliche Finale und finde die Zeit bis Juli 2011 viel zu lang…

Der Yeti

  • http://senfgurkenglas.wordpress.com senfgurkenglas

    “Und mal ehrlich, auch als Hitler 1933 an die Macht kam sind nicht alle Lampen kaputtgegangen. ”

    Ich bin offenbar nicht der Einzige, der die umgestaltung des Zaubereiministeriums als eine ganz klare Adaption des Naziregims empfunden hat. :D

  • http://deryeti.wordpress.com Der Yeti

    Für mich ist die ganze Voldemort-Story eine einzige Nationalsozialismusadaption.

    Voldemorts erster Herrschaftsversuch = Hitlerputsch 1923
    Voldemort ist verschwunden = Hitler in Festungshaft und goldene 20er
    Voldemort kehrt zurück (also Buch 4 bis 6) = Wahlerfolge der Nazis usw
    Voldemort übernimmt das Zaubereiministerium = Hitlers Machtergreifung 1933
    Muggel und “Schlammblüter” = Juden
    Orden des Phönix und Snape = deutscher Widerstand und Stauffenberg

    Das wäre fast nen Artikel wert….

  • http://senfgurkenglas.wordpress.com senfgurkenglas

    Ich habe mir grad das gleiche Gedacht.
    Wir sollten in den Ferien ein Feature schreiben.
    Zusammen!!

  • Pingback: Trailer: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Part 2