Review: "Inception"

Christopher Nolan hat wieder zugeschlagen. Nach “Prestige”, “Batman begins” und “Dark Knight” folgt die nächste Regiearbeit des Briten. Und was für eine! Mit “Inception” hat Nolan endgültig die Spitze erklommen.

Christopher Nolan hat wieder zugeschlagen. Nach “Prestige”, “Batman Begins” und “Dark Knight” folgt die nächste Regiearbeit des Briten. Und was für eine! Mit “Inception” hat Nolan endgültig die Spitze erklommen. Mit der Hilfe eines überragenden Leonardo DiCaprio, überzeugenden Nebendarstellern, einem durchdachten Plot und “traumhaften” Effekten liefert er ein Gesamtpaket ab, welches wohl die nächsten Oscarverleihungen dominieren wird.

Ich möchte nicht viel verraten, weshalb ich nur kurz auf die Story eingehen werde: Dominic Cobb(DiCaprio) und seinem Team ist es möglich in die Träume anderer einzudringen und dadurch an Informationen zu gelangen die im Unterbewusstsein des Träumenden versteckt sind. Diesen Vorteil nutzt das Team, indem es Unternehmen anbietet ihre Konkurrenten auszuspionieren. Cobb’s großes Ziel ist es in die Vereinigten Staaten zurückzukehren und seine Kinder wiederzusehen, was ihm aufgrund seiner Vergangenheit, welche später im Film aufgeklärt wird, nicht möglich ist.

Die Story, welche mit Wendungen und Überraschungen nicht geizt, ist eine der besten und tiefgehensten der letzten Jahre. Hier sollte Nolan der Oscar für das beste Drehbuch bereits sicher sein. Der Cast, welcher aus vielen bekannten Gesichtern aus “Batman” und “Prestige” besteht, stellt sich als wie geschaffen für diesen Film heraus. Man nimmt jedem Schauspieler seine Rolle ab und fiebert mit ihm mit. Allen voran natürlich Leonardo DiCaprio, der seine Glanzleistung aus “Shutter Island” wiederholt. Die Effekte sind über alles erhaben, und wohl auch ein Grund warum Nolan diesen Film erst nach “Batman” und “Prestige” verwirklicht hat. Tatsächlich wollte er “Inception” bereits 2001 drehen, entschloss sich aber mehr Erfahrung mit größeren Projekten zu sammeln. Eine Entscheidung die sich gelohnt hat.

Natürlich hat der Film auch seine Schwächen, diese sind aber so gering dass man sie vernachlässigen kann. Zu Beginn wird man sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen, man befindet sich bereits mitten in der Handlung und muss ca 30 Filmminuten warten bis man endlich aufgeklärt wird. Der Film bleibt aber weiterhin komplex, man muss also aufmerksam bleiben. Doch umso weiter er sich dem Ende zuneigt, umso weiter steigt man auch in die Handlung ein und kann sich letzten Endes doch noch zurücklehnen und ein spannendes Finale erleben. Wer also einen möglichst entspannenden Film sucht, der ist hier völlig falsch. Wer aber einen Film mit einer komplexen Story die zum denken anregt sucht, für den ist “Inception” der Film des Jahres!

Der Yeti

  • http://senfgurkenglas.wordpress.com senfgurkenglas

    Leonardo Di Caprio ist eine Presswurst.
    Aber wenn der so gut ist, wie du sagst werd ich in mir wohl mal angucken.