"The Social Network" oder auch: "Mark Zuckerberg ist voll gemein :("

Wenn der Abspann von “The Social Network” läuft, hat man einen Gedanken: Mark Zuckerberg ist ein hinterhältiger und böser Mensch. Damit hat der Film genau das erreicht was die Produzenten mit ihm geplant haben.

Sean Parker(Justin Timberlake) & Mark Zuckerberg(Jesse Eisenberg)

Wenn der Abspann von “The Social Network” läuft, hat man einen Gedanken: Mark Zuckerberg ist ein hinterhältiger und böser Mensch. Damit hat der Film genau das erreicht was die Produzenten mit ihm geplant haben.

Die Story: Mark Zuckerberg ist ein Student der Universität Harvard und ein begnadeter Programmierer, dessen großes Ziel es ist in einen der elitären Clubs der Uni aufgenommen zu werden. Dabei sind ihm seine sozialen Kontakte egal, seine Freundin verlässt ihn als er andeutet dass sie nicht mit ihm mithalten könne. Frustriert und alkoholisiert setzt er sich am selben Abend an seinen PC und entwickelt die Webseite “Facematch”, auf welcher Studentinnen nach “Geilheit” bewertet werden können. Da die Seite innerhalb kürzester Zeit 22000mal aufgerufen wird, schafft er es das Harvard-Intranet zum Kollaps zu bringen. Damit gelingt es ihm die Aufmerksamkeit der Winklevoss-Zwillinge, die Vorsitzenden des Phoenix-Clubs, zu gewinnen. Sie bitten ihn für sie eine Dating-Webseite zu programmieren, Zuckerberg stimmt zu. Doch anstatt die Seite zu erstellen setzt sich Zuckerberg an den Computer und entwickelt ihre Idee zu “thefacebook” weiter. Nach 2 Monaten geht die Seite online, die Winklevoss-Brüder verklagen ihn wegen Ideenklau. Sein Freund Eduardo Saverin stellt ihm ein Startkapital von 19000$ zur Verfügung, im Gegenzug wird er zum Vizevorsitzenden von Facebook ernannt. Als Facebook jedoch erfolgreich wird und Zuckerberg unter den Einfluss von Sean Parker, den Erfinder von Napster, gerät, wird Saverin aus der Firma gedrängt. Auch er verklagt Zuckerberg, diesmal aber auf Schadensersatz.

Der Film selber basiert auf dem Buch “The Accidental Billionaires” des Journalisten Ben Mezrich, welcher für seine Recherche nur eine einzige relevante Quelle aufweisen kann: Eduardo Saverin. Man kann davon ausgehen dass Saverin die Chance genutzt hat um mit seinem alten Freund abzurechnen. Völlig unüberraschend wird Saverin den ganzen Film über als Opfer und einziger vernünftiger Mensch dargestellt. Mezrich selber gibt an für das Buch “Szenen und Dialoge erfunden oder dramatisiert zu haben, um die Handlung spannender zu machen.” Inwiefern Film und Buch also der Realität entsprechen ist somit nicht festzustellen. Zuckerberg selber hat sich geweigert an dem Film mitzuarbeiten.

Abgesehen davon weiß der Film zu überzeugen. Anfangs verwirrt die Story leicht, doch danach versteht man eigentlich alles. Die Schauspieler sind allesamt überzeugend, vorallem Justin Timberlake zeigt dass er mehr kann als nur singen. Auch die Winklevoss-Brüder spielen die Antagonisten mit einer gekonnten Prise Humor. Die Musik, welche während dem Film sehr dezent verwendet wird, rundet das Gesamtpaket ab. Alles in allem also kein schlechter Film, am Ende aber auch kein Film den man unbedingt gesehen haben muss. Die starke Einseitigkeit und die anfängliche Verwirrtheit der Story nehmen dem Film viel Potential. Letztendlich könnte man den Namen des Films ruhig in: “Mark Zuckerberg hatte eine Idee die ihn zum jüngsten Milliardär dieses Planeten gemacht hat, wir sind neidisch und und zeigen dass er eigentlich voll böse ist” ändern. Aber “The Social Network” war einfach kürzer…

Der Yeti

  • http://mantel-jacken.de Malte

    Facebook ist nicht zu toppen und kaum mehr aus dem Netz wegzudenken. Es ist wohl der Traum jedes Webmasters (auch von uns XD ) das sein Projekt so gut angenommen wird wie das von Zuckerberg