a.spike on t phenomena oder: How I Met An Awesome Band

Da sitzt man zombieähnlich über irgendwelchen Belegen mit mehr Buchstaben als Zahlen, die aber trotzdem dem Fachbereich der Mathematik zuzuordnen sind, da sticht auf einmal ein Chefredakteur aus der Zahlenmasse hervor und möchte mich daran erinnern, dass ich noch einen musikalischen Reviewbeitrag zu leisten habe. Und nachdem ich ja nett bin, mache ich das direkt mal. And Kids, that's the story of How I Met An Awesome Band.

Da sitzt man zombieähnlich über irgendwelchen Belegen mit mehr Buchstaben als Zahlen, die aber trotzdem dem Fachbereich der Mathematik zuzuordnen sind, da sticht auf einmal ein Chefredakteur aus der Zahlenmasse hervor und möchte mich daran erinnern, dass ich noch einen musikalischen Reviewbeitrag zu leisten habe. Und nachdem ich ja nett bin, mache ich das direkt mal. And Kids, that’s the story of How I Met An Awesome Band.

Die Kapelle schimpft sich a.spike on t phenomena und der Name klingt genauso verzwickt wie die Musik dann auch wird. Allein schon beim einordnen in ein Genre tue ich mir schwer. Für Sludge zu soft, für Stoner zu geradlinig, für Rock nicht normal genug und Battlerap ist es ganz sicher auch nicht. Am ehesten würde ich es aber in die Schublade des Stoners packen.

Das war’s dann aber auch für heute schon mit dem Schubladendenken, denn das haut bei a.spike on t phenomena nicht hin. Die Soundwand die die Band erschafft ist ein wahnsinnig interessantes Gemisch aus den gewohnten Instrumenten des Rock und Metals. Nun haben wir ja mitlerweile so verschickte Gitarrensythesizer, dass mit Gitarren ähnlich viel möglich ist, wie mit einem normalen Synthesizer, aber irgend eine Form von Synth ist auf jeden Fall im Spiel. Behaupte ich jetzt einfach mal, weil ich mich mit Gitarren nämlich so gut auskenne.

Worauf ich raus will: Die Musik ist sehr interessant. Abechslungsreich. Bunt. Da flowt eine unfassbar coole Bassline – und das sage ich jetzt als Basser – dort rastet der Vocalist aus, hier geht ein Riff in ein Solo über und wieder umgekehrt. Dabei klingt kaum ein Song wie der Nächste, und vor allem das macht die neun Songs die mir – genau wie dem Restpublikum übrigens auch – hier vorliegen ziemlich geil. Die Diversität ist da, ich habe schon Alben von Bands gesehen, die schon Jahre auf dem Markt sind, die es nicht im Ansatz hingebracht haben, irgendwo die Abwechslung in ihre Musik zu bringen, die a.spike on t phenomena in zwei EPs packen. Ich mag den gewissen Wahnsinn, den der Vocalist in der Stimme hat, die Verspieltheit der Gitarren und überhaupt das Gesamtbild stimmt.

Die Band hat irgendwo Mastodon, und irgendwo Subways, irgendwo Baroness und irgendwo Bloc Party. Ich habe keine Ahnung ob die Jungs auch nur eine dieser Bands als Einfluss nennen würden, aber das ist das, was ich da höre. Besondert toll finde ich ja die Songs, die mit dem The Pacemaker-Werk verbunden sind. Take Care Of My Sunglasses hat Stimmung, Spannung und Wirkung, dass alle Muse und Co zusammenpacken können und nach hause fahren. Be A Sin hat etwas, das ich schon etwas länger vermisse: Eine gewisse Härte, macht trotzdem Spaß. Eine Hörprobe von “Her Lovely Bones” gibts hier:

Fakt: Diese Band hat’s drauf. Ein Wort noch zum Sound: Wow. Ich habe EPs gehört, viele EPs, welche aus Homestudios, welche aus Majorlabelstudios, manche mit dem Handy aufgenommen, und ich habe Alben gehört. Und die meisten davon hatten einen schlechteren Sound als dieser Kram. Erzählt mir was ihr wollt, der Sound stimmt hier. Erzählt mir was ihr wollt, diese Band hat ihr Handwerk gecheckt. Ich möchte wetten, dass diese Band, wenn sie will, recht flott ein Plattenlabel findet. Und das letzte mal das ich das gesagt habe war übrigens über Cro, und, siehe da, der Kollege ist jetzt eben mal der härtest gefeierte Act der Hip-Hop Szene seit langem. True Story.
Um mal eben in den Slang der Musik, die ich zuletzt eher reviewt habe, zu verfallen: Der Stuff is’ Dope as Shit. Glaub mir mal.

Am 19. Januar tauchen sie in Würzburg auf, am 26.06. dann in Erfurt, ich werde mir auf jeden Fall die Ehre geben und dort erscheinen, weil’s mich echt interessiert, wie die Jungs live sind. Bis dahin: Checkt ihren Blog ab, da könnt ihr auch die Musik anhören, liked sie auf Facebook oder malt ihren Namen an auf die Bänke der Uni, egal was, die Typen gehören supported. Daumen hoch!

Ach, ein Ding noch. Hackt mal auf ihrem Blog auf „media“ und stimmt bei der Abstimmung an der Seite für die kommende EP für „barrier lake“ ab. Wäre schade, wenn die EP nicht das bekommt, was sie verdient, und das wäre das beste Cover, und dieses beste Cover wiederum ist offensichtlich barrier lake. Zumindest bei mir.