Aerosmith – Steven Tyler walks his way…

Die 1969 gegründete Band rund um Steven Tyler ist wohl eine der erfolgreichsten Rockbands des vergangenen Jahrzehnts. Mit über 150 Mio. verkauften Alben liegt die Gruppe weit vor vielen anderen. Vorallem dank ihres Hits "I don’t want to miss a thing" sind sie auch der heutigen Generation ein Begriff, auch wenn viele ihrer anderen Songs leider in Vergessenheit geraten sind.

Aerosmith

Die 1969 gegründete Band rund um Steven Tyler ist wohl eine der erfolgreichsten Rockbands des vergangenen Jahrzehnts. Mit über 150 Mio. verkauften Alben liegt die Gruppe weit vor vielen anderen. Vorallem dank ihres Hits “I don’t want to miss a thing” sind sie auch der heutigen Generation ein Begriff, auch wenn viele ihrer anderen Songs leider in Vergessenheit geraten sind.

Steven Tyler mit seiner Tochter Liv

Gegründet wurde die Band vom oben genannten Steven Tyler, dem bis heute bekanntesten Mitglied der Band, sowie von Joe Perry und Tom Hamilton. Nach kurzer Zeit stießen noch Brad Whitford und Joey Kramer dazu und die Band war komplett. Schon mit ihrem ersten Album, welches den Bandnamen “Aerosmith” trug, erreichten sie 1973 bereits Platz 166 der amerikanischen Billboard-Charts. Es folgten weitere Alben die die Band in Amerika bekannter machten, doch kamen mit dem steigenden Ruhm auch mehr und mehr Probleme. Steven Tyler verfiel immer mehr den Drogen und die Streitigkeiten innerhalb der Gruppe nahmen zu. 1979 verließ Gitarrist Joe Perry die Band, womit Aerosmith in eine tiefe Krise gestürzt wurde.

Erst als sich Tyler in eine Entzugsklinik einweisen ließ, kehrte Perry 1984 in die Band zurück. Zwar schien Aerosmith durch diese überwundene Krise noch besser als jemals zuvor geworden zu sein, doch schien niemand von der Wiedervereinigung der Band etwas mitbekommen zu haben. Erst mit der Hilfe der damals erfolgreichsten Hip-Hop-Gruppe, Run DMC, gelang es ihnen an die Spitze der Charts zurückzukehren. Zusammen mit Run, DMC und Jam Master Jay legten sie ihren alten Hit “Walk this Way” neu auf und schufen einen der ersten Rock/Hip-Hop-Crossover überhaupt.

Aerosmith war nun wieder bekannt und veröffentlichte ein Album nach dem anderen. Auf das 1987 erschienene “Permanent Vacation” folgten 1989 “Pump” und 1993 “Get a Grip”. Letzteres war ihr erstes Album das in den USA tatsächlich bis auf Platz 1 stieg und sich ganze 92 Wochen(!) in den Charts hielt. Schuld daran war unter anderem auch der Song “Crazy”. Im Musikvideo zu diesem Lied spielte Liv Tyler, Steven Tylers Tochter und vielen heute als Arwen aus der “Der Herr der Ringe”-Trilogie bekannt, neben Alicia Silverstone die Hauptrolle. Das Video wurde von den VH1-Zuschauern auf Platz 23 der besten Musikvideos aller Zeiten gewählt.

1997 folgte mit “Nine Lives” ihr nächstes Nummer-1 Album. 1998 spielte Liv Tyler, die sich inzwischen zu einer begehrten Schauspielerin gemausert hatte, in dem Film “Armageddon – Das jüngste Gericht” neben Bruce Willis und Ben Affleck eine der Hauptrollen. Dank der guten Verbindungen konnte man Steven Tyler und Aerosmith davon überzeugen das von Diane Warren geschriebene und eigentlich für Celine Dion gedachte Lied “I don’t want to miss a thing” als Teil des Armageddon-Soundtracks zu performen. Ein Glücksgriff für die Band, der Song wurde ihr größter Hit. Er verkaufte sich ca 7 Mio. Mal und erreichte unter anderem in Deutschland Platz 1.

2001 wurde die Band schließlich in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, 2004 erschien ihr bisher letztes Album “Honkin’ on Bobo”. Auch wenn es in letzter Zeit ruhiger um die Band wurde, sind sie bis heute immernoch auf Tour unterwegs. Zuletzt machte Tyler Schlagzeilen als er während eines Auftritts im Jahre 2009 von der Bühne fiel und sich Verletzungen an Nacken und Schulter zuzog. Aufgrund der Verletzungen aufkommende Trennungsgerüchte wurden von Steven Tyler dementiert.

Für mich ist Aerosmith eine der größten Bands der Musikgeschichte und ihre Songs kann man sich einfach immer wieder anhören. Sie haben sich ihren Platz in der Rock and Roll Hall of Fame wirklich verdient und es ist schade dass die Erinnerungen an diese Band bei den jüngeren Generationen zu verblassen scheint.

Der Yeti