Freddie Mercury – Genie trifft Extravaganz

Er war einer der wohl größten Musiker seiner Zeit, zusammen mit Brian May und Roger Taylor war er Teil einer der bekanntesten Rockbands des letzten Jahrhunderts. Freddie Mercury war vieles: begnadeter Sänger, leidenschaftlicher Performer und ein verrückter Paradiesvogel. Vor 20 Jahren, am 24. November 1991, verstarb der Frontmann von "Queen" jedoch an HIV und wurde eines der prominentesten Opfer der Immunschwäche-Krankheit

Er war einer der wohl größten Musiker seiner Zeit, zusammen mit Brian May und Roger Taylor war er Teil einer der bekanntesten Rockbands des letzten Jahrhunderts. Freddie Mercury war vieles: begnadeter Sänger, leidenschaftlicher Performer und ein verrückter Paradiesvogel. Vor 20 Jahren, am 24. November 1991, verstarb der Frontmann von “Queen” jedoch an HIV und wurde eines der prominentesten Opfer der Immunschwäche-Krankheit

Er war einer der wohl größten Musiker seiner Zeit, zusammen mit Brian May und Roger Taylor war er Teil einer der bekanntesten Rockbands des letzten Jahrhunderts. Freddie Mercury war vieles: begnadeter Sänger, leidenschaftlicher Performer und ein verrückter Paradiesvogel. Vor 20 Jahren, am 24. November 1991, verstarb der Frontmann von “Queen” jedoch an HIV und wurde eines der prominentesten Opfer der Immunschwäche-Krankheit. Er verschwieg bis zum letzten Tag seines Lebens seine Erkrankung und steckte all seine Energie in “Queen” und sein musikalisches Werk, welches wohl niemals in Vergessenheit geraten wird.

Freddie Mercury (1)

Freddie Mercury (1)

Freddie Mercury, eigentlich Farrokh Bulsara, wurde 1946 auf der ostafrikanischen Insel Sansibar geboren. Seine Eltern waren indische Auswanderer, die für die britische Regierung im Kolonialbüro von Sansibar arbeiteten. Mercury besuchte während seiner Jugend ein englisches Internat in Indien, wo er sich den Spitznamen Freddie zulegte. Nachdem er 1963 nach Sansibar zurückkehrte, musste er von dort 1964 mit seinen Eltern nach London fliehen, da es zu einer anti-britischen Revolution kam.

Als er in London das College besuchte, lernte er schließlich Roger Taylor und Brian May kennen, mit denen er 1970 “Queen” gründete. Kurz darauf wechselte er auch seinen Namen, Freddie Bulsara hieß nun Freddie Mercury, angelehnt an eine Zeile aus dem frühen Queen-Song “My Fairy King”: „Mother Mercury, look what they’ve done to me, I cannot run I cannot hide.“

Bereits 1975 schaffte es Queen mit dem von Mercury geschrieben Song “Bohemian Rhapsody”, der Wegbereiter der Musikvideoindustrie gilt, auf den ersten Platz der britischen Charts, wo man sich 8 Wochen halten konnte. Der Song gleicht in seinem Aufbau fast einer Oper, und gilt als einer der besten Arbeiten Mercurys und einer der größten Songs der Musikgeschichte. Das legendäre Musikvideo könnt ihr hier sehen:

Mercury prägte die Band früh mit seiner markanten Stimme und seiner kreativ-verrückten Art, so dass sich Queen vorallem durch seine gigantischen Liveshows und den markanten Videos etablieren konnte. Queen wurde dank Mercurys Bühnenpräsenz eine der größten Livebands aller Zeiten. So war es nicht verwunderlich, dass der Erfolg der Band über die 70er und 80er nicht abreißen wollte. 1980 landete man mit “Another One bites the dust” den ersten Nummer-1-Erfolg in den Single-Charts der USA, 1981 stellte Queen einen gigantischen Rekord auf, als man in Sao Paolo vor 131.000 Menschen ein Konzert spielte.

Auch außerhalb von Queen galt Mercury als extravagant. Nach einer langen Beziehung mit Mary Austin outete er sich in den 70er und bekannte sich zu seiner Homosexualität. Er zog mitunter nach München, wo er in der homosexuellen Szene schnell ein bekanntes Gesicht war. Mit Austin blieb er sein Leben lang befreundet. In späteren Jahren machte er keinen Hehl aus seiner sexuellen Ausrichtung und spielte mitunter im Queen-Song “I want to break free” und in seiner eigenen Single “Living on my own” auf das Klischees gegenüber Homosexuellen und das homosexuelle Nachtleben an.

Als Queen 1986 ein Konzert im Wembley-Stadion gab, ging Mercury auf Gerüchte um eine Trennung Queens ein und sagte: „(…) So forget those rumours, we’re gonna stay together until we fucking will die, I’m sure.“ Dieser Satz sollte sich leider als die Wahrheit herausstellen. 1987 konfrontierten Mercurys Ärzte ihn mit der Tatsache, dass er sich mit Aids infiziert habe. Jedoch verschwieg Mercury diese Diagnose der öffentlichkeit und investierte umso mehr Energie in seine große Leidenschaft: die Musik.

Nachdem sich die Gerüchte um Mercurys Gesundheitszustand verdichteten (bei einer Preisverleihung 1990 flüsterte er sichtlich geschwächt lediglich die Worte “Thank you, good night” ins Mikrofon), veröffentlichte Mercury am 23. November 1991 eine schriftliche Pressemitteilung, in der er seine Aids-Erkrankung öffentlich machte. Am Tag darauf starb er schließlich an einer Lungenentzündung, geschwächt durch die Aids-Krankheit. In seinen letzten Monaten drang er seine Freunde so viele Songs wie möglich für ihn zu schreiben, so dass er diese einsingen könnte, um sie später zu veröffentlichen.

Queen spielte bis zu Mercurys Tod oft auf dessen baldiges Schicksal an. “Show must go on”, “I’m going slightly mad” und der Albumtitel “Innuendo” (Anspielung zeugen davon). Die letzten bekannten Videoaufnahmen sind die aus dem Musikvideo “These are the Days of our Life”. In den letzten Sekunden spricht Mercury die Worte “I still love you” in die Kamera, einen letzten Gruß an seine Fans. Das Musikvideo zeigte deutlich den fortgeschrittenen Zustand seiner Krankheit:

Seine Bandkollegen hielten nach Mercurys Tod dessen Andenken aufrecht. 1992 veranstalteten sie ein Freddie-Mercury-Tribute-Concert, bei dem zahlreiche Freunde und Wegbereiter Mercurys auftraten, unter ihnen Elton John und David Bowie. Sämtliche Erlöse gingen als Spende an den Mercury-Phoenix-Trust, der sich im Namen Mercury für den Kampf gegen Aids einsetzt. Mercurys Lebensgeschichte soll demnächst auch verfilmt werden. Als Hauptdarsteller wurde Sasha Baron Cohen vorgestellt, in dem viele Ähnlichkeiten zu Freddie Mercurys Persönlichkeit sehen.

Bran May und Roger Taylor setzten ihrem Freund noch ein weiteres Mahnmal, den Song “No one but you”, der sich von selbst erklärt:

(1) Urheber: Carl Lender, CC-BY-2.0, Quelle

(Titelbild) Urheber: Bernd Brägelmann, CC-BY-SA-3.0, Quelle