Genesis – Eine Band und ihre Geschichte

Obwohl heute immer weniger Menschen diese Band kennen, einen der zahllosen Songs von Genesis hat jeder schon einmal gehört. Dabei war Genesis eine der erfolgreichsten Bands der 80er Jahre. Mit ihren Alben “Abacab”, “Genesis”, “Invisible Touch” und vorallem “We can’t dance” dominierten sie die Charts bis hinein in die frühen 90er. Mit den Erfolgen der Band wurde der Grundstein für die Solokarriere von Phil Collins gelegt, welcher bis heute als Synonym für Genesis gilt.

Obwohl heute immer weniger Menschen diese Band kennen, einen der zahllosen Songs von Genesis hat jeder schon einmal gehört. Dabei war Genesis eine der erfolgreichsten Bands der 80er Jahre. Mit ihren Alben “Abacab”, “Genesis”, “Invisible Touch” und vorallem “We can’t dance” dominierten sie die Charts bis hinein in die frühen 90er. Mit den Erfolgen der Band wurde der Grundstein für die Solokarriere von Phil Collins gelegt, welcher bis heute als Synonym für Genesis gilt.

Wer gehört zu Genesis?

Wenn man jedoch die Geschichte der Band von vorne aufrollt, stellt man überraschenderweise fest, dass Phil Collins keines ihrer Gründungsmitglieder ist. Gegründet wurde die Band nämlich im Jahr 1967 von den ehemaligen Schulfreunden Peter Gabriel, Anthony Phillips, Tony Banks, Mike Rutherford und Chris Stewart. Letzterer verließ die Band noch im selben Jahr und wurde durch John Silver ersetzt. Mit der Hilfe des Musikproduzenten Jonathan King produzierten sie 1968 ihr erstes Album unter dem Titel “From Genesis to Revelation” (dt. “Von Genesis bis zur Offenbarung”). Aufgrund dieses religiös angehauchten Namens wurde das Album von den Plattenläden im Bereich “religiöse Musik” verkauft. Die Folge war katastrophal: mit 600 verkauften Platten war ihr Debütalbum ein Flop. Da ihnen der Musikstil selber nicht gefiel sondern eher den Wünschen Kings entsprach, trennte man sich letztendlich auch von ihm.

Nach einer einjährigen Pause musste zum zweiten Mal in ihrer bisher kurzen Bandgeschichte ein neuer Drummer gefunden werden. John Silver hatte die Band nach dem Misserfolg verlassen und wurde nun wiederum mit John Mayhew ersetzt. Nach diversen Independent-Auftritten erregte die Band das Aufsehen des Labels “Charisma Records” (heute ein Teil von EMI-Music). Hier veröffentlichten sie ihr zweites Album “Trespass”, doch erneut blieb der große Erfolg aus. Diese Tatsache führte zu einer großen personellen Änderung in der Band. Anthony Phillips verließ die Band da er zusätzlich von gesundheitlichen Problemen geplagt war. Zudem trennte man sich auch von John Mayhew, da dieser ganz einfach gesagt zu schlecht war. Per Anzeige suchte man nach Ersatz.

Genesis 1974, noch zu fünft

Phil Collins wird Teil der Band

Auf die Anzeige wurde eine Person aufmerksam welche die Geschichte der Band für die nächsten 30 Jahre massiv bestimmen sollte. Phil Collins wurde als Schlagzeuger (der 4. in 3 Jahren!) Teil der Band. Als Ersatz für Phillips wurde Steve Hackett engagiert. Damit war Genesis in seiner klassischen Besetzung gefunden. Bis 1975 gab es keine weiteren Besetzungswechsel. 1971 veröffentlichten sie ihr erstes gemeinsames Album (das 3. der Band selber), “Nursery Crime”, welches im entfernten Italien ein großer Erfolg wurde. In ihrem Heimatland Großbritannien schafften sie es jedoch erst mit ihrem 1972 erschienenem Album “Foxtrot” in die Charts. Man schaffte es bis auf Platz 12 der Album-Charts und ging auf die erste Live-Tour als Hauptact. Mit “Selling England by the Pound” und “The Lamb lies down on Broadway” festigten sie ihren Ruf in England.

Und plötzlich waren es drei…

1975 verließ Frontmann Peter Gabriel die Band aufgrund von musikalischen und persönlichen Differenzen. Die Band war nicht mit seinem Führungsanspruch und der Tatsache dass ihm der gesamte Ruhm zufiel zufrieden. Als Gabriel schließlich Vater wurde und die Band, welche kurz vor dem Durchbruch in den USA stand, für einige Jahre ruhen lassen wollte, entschied man sich getrennte Wege zu gehen. Neuer Sänger wurde der Schlagzeuger der Band: Phil Collins, welcher bereits seit geraumer Zeit als Backgroung-Sänger fungierte. In den nun zu viert aufgenommenen Alben “A Trick of the Tail” und “Wind & Wuthering” überzeugte Collins auf ganzer Linie, viele Fans sagten auch er klinge mehr wie Peter Gabriel als Gabriel es selbst tat. 1977 verließ der 2. Gitarrist Steve Hackett die Band da er mit dem immer stärker werdenden Keyboardsounds der Band nicht zufrieden war und sich allgemein dem Keyboarder Banks untergeordnet fühlte. Damit war 1977 die Besetzung der Band geschaffen mit der man in den nächsten 20 Jahren den Durchbruch schaffte: Phil Collins, Tony Banks und Mike Rutherford.

Genesis in den 80ern

Es folgten die Alben “And the we were three” und “Cube”. Letzteres bescherte Genesis nach 13 Jahren Bestehen das erste mal Platz 1 in den britischen Albumcharts. Zu verdanken war dies auch der neuen, von Phil Collins eingeschlagenen, radiofreundlichen Ausrichtung der Band. Mit dem 1981 erschienenem Album “Abacab” begann Genesis Weg zu weltweitem Ruhm. Mit dem Album gelang ihnen erstmals der Einstieg in die amerikanischen Charts, genauer gesagt auf Platz 7. Zwei Jahre späte sollte es die Band mit dem nach ihnen benannten Album “Genesis” schließlich auch in Deutschland in die oberen Regionen der Charts schaffen, hier erreichte man sogar Platz 1.

Die Glanzzeit der Band

1986, als Phil Collins nebenbei laufende Solokarriere ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte, veröffentlichte die Band schließlich ihr erfolgreichstes Album: “Invisible Touch”. Auch wenn man es lediglich in Großbritannien auf Platz 1 schaffte(D: Platz 2; USA: Platz 3), die Singleauskopplungen erreichten weltweit Topplatzierungen. Unter ihnen waren mit “Land of Confusion” und “Invisible Touch” 2 der bekanntesten Genesis-Songs. In “Land of Confusion” übte man Kritik am Kalten Krieg, was durch das kultige Musikvideo hervorgehoben wird:

http://www.youtube.com/watch?v=9ZtWABLuWHo

Nach einer längeren Pause, in der sich die Mitglieder der Band ihren Soloprojekten widmeten, veröffentlichte man 1991 das letzte gemeinsame Album “We can’t dance”, welches ein Riesenerfolg wurde. Allein in Deutschland hielt es sich 25 Wochen auf Platz 1 der Albumcharts. Auf ihm waren Songs wie “I can’t dance”, “No son of mine” und Jesus he knows me” enthalten. Letzterer war eine Kritik an die Kirche, insbesondere an Fernsehprediger, welche den Leuten das Geld aus den Taschen ziehen und davon ein, mit denen von ihn verdammten, Lastern gefülltes Leben führen. Wie alle Genesis-Videos strotzt auch dieses Musikvideos vor Details:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ugZq9hiuCJo]

Genesis in den 90ern und im 20. Jahrhundert

Nach einer gigantischen Live-Tour wurde es ruhig um die Band. 1996 veröffentlichte Phil Collins folgendes Statement:

„Nach über 25 Jahren bei Genesis bin ich zu der Ansicht gekommen, dass es Zeit ist, die Richtung meines musikalischen Lebens zu verändern. Für mich zählen jetzt Filmmusik, einige Jazzprojekte und natürlich meine Solo-Karriere. Ich wünsche den Jungs von Genesis das Allerbeste für ihre Zukunft. Wir bleiben die besten Freunde.“

Damit war die Band in ihrer klassischen Besetzung Geschichte. Banks und Rutherford führten die Band zwar mit anderen Künstlern weiter, konnten aber nicht an die ehemaligen Erfolge anknüpfen. Während Phil Collins mit der Filmmusik zu Tarzan und dem Song “You’ll be in my heart” weiterhin erfolgreich war, verfiel Genesis in einen Winterschlaf-ähnlichen Zustand. 2006 jedoch erfolgte eine Wiedervereinigung, welche allerdings nur für eine Tour bestand hatte. Diese war jedoch, trotz der gigantischen Ausmaße und zahlreichen Konzerte innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. 2010 wurde die Band schließlich, zusammen mit ihrem ehemaligen Frontmann Peter Gabriel, in die Rock’n Roll Hall of Fame aufgenommen.

Der Yeti

Genesis 2007: Rutherford, Collins und Banks