Take That – “Kidz” & “Happy Now”

Take That im Video zu ihrem Song "Kidz"

Um unsere eingeschlafene Musikrubrik endlich wieder wachzurütteln, werfen wir heute einen Blick auf eine uns allen bekannte Band. Take That hat ja bekanntermaßen nach der Reunion mit Robbie Williams bereits ein neues Album veröffentlicht. Es trägt den Namen “Progress”, mit der ersten Singleauskopplung “The Flood” haben wir uns bereits im letzten Jahr befasst.

Inzwischen folgten aber, zumindest in Take Thats Heimatland Großbritannien, zwei weitere Singles, die ich euch kurz vorstellen möchte. “Kidz”, der erste der beiden Songs, erschien bereits am 20. Februar zusammen mit dem dazugehörigen Musikvideo als Single in Großbritannien, am 8. März dann schließlich in ganz Europa. Mit Performances bei den BRIT-Awards und der deutschen Echo-Verleihung sorgte die Gruppe für viel Aufsehen, da sie während ihres Auftritts von gut 50 als Sicherheitskräfte verkleideten Tänzern begleitet werden.

Diese Performance und die Botschaft des Songs sorgten auch dafür, dass die Single nicht wie geplant im Dezember 2010 erscheinen konnte, weil die Produzenten gefährliche Parallelen zu den damaligen Studentenprotesten in England sahen. Das ist insofern nicht falsch, da der Songtext die “Könige, Königinnen und Präsidenten” dieser Welt deutlich davor warnt, dass sie sich eines Tages vor ihren “Kidz” verantworten müssen. Von den einschlägigen Kritikern wurde der Song äußerst positiv aufgenommen, da Take That mit ihm musikalisches Neuland betrat. Weiterhin auffällig ist, dass Robbie Williams beim Gesang kaum eine Rolle spielt, nicht so wie in der letzten Single “The Flood”.

Das Video zum Song findet ihr hier:

Die zweite Single, die bisher lediglich in Großbritanniens erschienen ist (und das auch nur als Download-Version), hat einen weniger politischen Hintergrund, ist dennoch nicht ohne Hintergedanken. Take That stellte ihn bei der britischen Auflage des Red-Nose-Day vor, wo sie ihn nicht nur vor dem Live-Publikum performten, sondern auch mit bekannten britischen Künstlern ein offizielles Musikvideo zu dem Song präsentierten.

Im Video sucht die Band ihre eigene Cover-Band, die den Namen “Fake That” tragen soll. Nach mehreren schrecklichen Kandidaten findet Take That schließlich Gefallen an einer Gruppe bestehend aus Alan Carr, James Corden, John Bishop, David Walliams und Catherine Tate. Vor allem David Walliams sollte durch seine regelmäßigen Auftritte in der Show “Little Britain” vielen ein Begriff sein. Nachdem man sich im Video für die Gruppe entschieden hat, geht es an die Wahl der richtigen Kostüme. “Fake That” probiert sich an mehreren alten Take That-Kostümen, am Ende setzen sich schließlich jene der “Back for Good”-Tour durch:

Zusammenfassend lässt sich sagen dass es sich hier um zwei außergewöhnlich gute Take That-Songs handelt, die mich heute im übrigen dazu bewogen haben mir doch noch ihr Album “Progress” zu kaufen. Das Album selber ist äußerst abwechslungsreich, wer geglaubt hat dass Take That zu einer Robbie-Williams-Ein-Mann-Show wird, der wird zusätzlich eines besseren belehrt.

Was haltet ihr von den Songs? Oder seid ihr schon im Besitz des Albums? Die Kommentarfunktion steht euch zur Verfügung.

Der Yeti