Duisburger Oberbürgermeister Sauerland abgewählt

Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde soeben per Bürgerentscheid abgesetzt. Er wurde von Bevölkerung für die fehlerhafte Planung der Loveparade 2010 verantwortlich gemacht, bei der mehrere Menschen bei einer Massenpanik zu Tode kamen.

Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde soeben per Bürgerentscheid abgesetzt. Er wurde von Bevölkerung für die fehlerhafte Planung der Loveparade 2010 verantwortlich gemacht, bei der mehrere Menschen bei einer Massenpanik zu Tode kamen.

Adolf Sauerland (1)

Adolf Sauerland (1)

Laut offiziellem Endergebnis stimmten 129.833 Bürger für die Abwahl des OB, nur knapp 21.000 stimmten für seinen Verbleib im Amt. Der Bürgerentscheid war möglich geworden, nachdem der Landtag in Nordrhein-Westfalen ein “Gesetz zur Einleitung von Abwahlverfahren von Bürgermeistern und Landräten durch Bürgerbegehren” verabschiedete. Eine Bürgerinitiative sammelte daraufhin genügend Unterschriften von der Duisburger Bevölkerung, um einen Bürgerentscheid auf den Weg zu bringen. Sauerland hat nun bis kommenden Mittwoch Zeit, seinen Schreibtisch zu räumen.

Sauerland hatte sich nach den Ereignissen während der Loveparade wiederholt gegen einen Rücktritt gewehrt und damit die Bewohner Duisburgs gegen sich aufgebracht. Da Sauerland als Oberbürgermeister Chef der Stadtverwaltung ist, sahen ihn viele als Verantwortlichen für die Planung der Loveparade. Bei der Veranstaltung im Jahr 2010 kam es unter den Besuchern im Eingangsbereich, in welchem die Besucher durch einen Tunnel geleitet wurden, zu einer Massenpanik. 21 Besucher kamen dabei ums Leben, 500 wurden verletzt. Die politischen Parteien, auch die CDU, welcher Sauerland angehört, legten ihm den Rücktritt nahe.

Laut einem Gutachten wies das Sicherheitskonzept eklatante Mängel auf, trotzdem wurde das Konzept sowie die Veranstaltung von der Stadtverwaltung unter Sauerland genehmigt. Dieser muss von den Sicherheitsmängeln entgegen eigener Aussage auch Kenntnis gehabt haben, so das Gutachten.

(Titelbild) Urheber: Christoph Müller-Girod, CC-BY-2.0, Quelle

(1) Urheber: xtranews.de, CC-BY-2.0, Quelle