Die Königin des Verbrechens

Sie ist die Königin des Verbrechens, die Frau, die die meisten Menschen ermordet hat, ohne jemals eine Waffe in die Hand zu nehmen. Und sie ist die Frau, die die meisten Mordfälle aufgeklärt hat – durch hochintelligente Inspektoren und Detektive wie Hercule Poirot oder Miss Marple. Die Rede ist – wie könnte es anders sein – von der heute 120 gewordenen Agatha Christie.

“Seit Lucrezia Borgia bin ich die Frau, die am meisten Menschen umgebracht hat, allerdings mit der Schreibmaschine.”

Sie ist die Königin des Verbrechens, die Frau, die die meisten Menschen ermordet hat, ohne jemals eine Waffe in die Hand zu nehmen. Und sie ist die Frau, die die meisten Mordfälle aufgeklärt hat – durch hochintelligente Inspektoren und Detektive wie Hercule Poirot oder Miss Marple.

120 Jahre wird sie nun alt, die Königin des Verbrechens, die Königin des Krimis: Agatha Christie. Bis heute ist die britische Schriftstellerin, geboren am 15. September 1890 im englischen Torquay, unerreicht. Mehr als 4 Milliarden Ausgaben ihrer Werke wurden in mehr als 100 Sprachen verkauft, und haben sie somit zur erfolgreichsten Buchautorin der Weltgeschichte gemacht.

Die Krimiautorin zeichnete sich durch frühe Selbstständigkeit aus. Aufgewachsen in einem wohlhabenden Haushalt, der Vater war amerikanischer Geschäftsmann, die britische Mutter kümmerte sich persönlich um die Erziehung der Tochter, begann sie schon früh zu schreiben, veröffentlichte sie bereits mit 11 Jahren ihr erstes Gedicht in einer Lokalzeitung und wurde fortan zur Jungschriftstellerin. Nachdem sie im ersten Weltkrieg als Krankenschwester viele Erfahrungen gesammelt hatte – unter anderem mit Giften, was oft in ihre späteren Werke mit einfließen sollte, gründete sie zwar auch eine eigene Familie, ließ sich aber, ungewöhnlich für diese Zeit, 1928 wieder scheiden. Sehr mitgenommen von der Trennung von ihrem Mann, reiste sie spontan in den Nahen Osten, wo sie auch ihren zweiten Mann, den Archäologen Max Mallowan kennenlernte, den sie später bei vielen seiner Expeditionen unterstützte.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ihre Karriere schon ihren Lauf genommen, gegen alle Widrigkeiten hatte sie 1920 ihren ersten Krimi veröffentlicht, einige Jahre später begann 1926 mit ihrem Kriminalroman “Alibi” ihre große Berühmtheit. Trotz aller privaten Auf und Abs war sie schriftstellerisch unglaublich erfolgreich. Ihre Bücher wurden schnell sehr berühmt und beliebt, das Rezept dafür verriet sie selbst:

“Das wichtigste Rezept für einen Krimi:
Der Detektiv darf niemals mehr wissen als der Leser…”

Vielleicht war es dieses Rezept, das ihre Bücher so bekannt gemacht hatte, vielleicht aber auch ihr spannender Schreibstil oder die Tatsache, dass man bis zum Schluss nicht weiß, wer der Täter war. Selbst Agatha-Christie-Kenner, die schon viele ihrer Krimis gelesen haben, gestehen, dass sie am Ende immer wieder von den Schlussfolgerungen Hercule Poirots oder Miss Marples überrascht sind.

Sie ist unzweifelhaft die Königin des Krimis, nicht nur Zahlen bestätigen das, sondern vielmehr ihre Werke an sich, mit denen kaum ein Krimiautor mithalten kann. In diesem Sinne kann man der 1976 verstorbenen Agatha Christie nur sagen: Danke für all deine Bücher, die uns heute noch erfreuen!

Das Biest

 

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