Von Immigration, Integration und Assimilation – Teil 2

Es ist kein einfaches Thema, das Thema, das Deutschland derzeit wohl am meisten beschäftigt. Schon sind wieder Tage vergangen, seit die Diskussion um Integration und Immigration aufgeflammt ist, schon stehen wieder andere Themen auf der Tagesordnung, doch das heißt nicht, dass man schon längst vergessen hat, welche Wellen die Debatte um Thilo Sarrazin geschlagen hat.

Teil 2 – Integration in Deutschland – Erfolgreich oder nicht?

Es ist kein einfaches Thema, das Thema, das Deutschland derzeit wohl am meisten beschäftigt. Schon sind wieder Tage vergangen, seit die Diskussion um Integration und Immigration aufgeflammt ist, schon stehen wieder andere Themen auf der Tagesordnung, doch das heißt nicht, dass man schon längst vergessen hat, welche Wellen die Debatte um Thilo Sarrazin geschlagen hat. Im Übrigen, ist Integration eigentlich sowieso ein zeitloses Thema, eines, das jeden Tag in Deutschland Bedeutung hat. Grund genug, sich einmal ausführlicher damit zu beschäftigen.

Natürlich gibt es Probleme bei der Integration. Das zu verleugnen wäre weder hilfreich noch gerecht, auch wenn manche das vielleicht persönlich nehmen. Natürlich gibt es in Deutschland auch diejenigen, die sich nicht integrieren wollen, die im Prinzip noch immer in einem anderen Land, einer anderen Kultur leben. Die die deutsche Sprache nicht erlernen wollen, oder sich zumindest keine Mühe geben. Die sich zu wenig um die Bildung ihrer Kinder bemühen, weil ihnen die Tradition vorgeht. Die sich selbst nicht genug bemühen und so nicht der Arbeitslosigkeit entfliehen können. All das gibt es, und all das sollte man nicht verschweigen, es gehört eben genauso zum Alltag wie die “Ghettos”, in denen manche noch immer leben. Es ist gerechtfertigt, dass viele Deutsche das kritisieren.

Aber ist das alles?

Nein, sicher nicht. Es sind Wahrheiten, aber es sind auch Klischees. 90% der Migranten wollen sich wirklich integrieren, wollen Deutsch lernen, die bestmögliche Bildung für ihre Kinder und Arbeit für sich selbst bekommen. Wollen dazugehören. Und viele schaffen es auch. Es gibt sie, die Vorzeigefamilien mit studierenden Kindern und arbeitenden Eltern, und man kann sie für ihre Erfolge nicht genug loben. Sie sind Teil unserer Gesellschaft und sie sind vielleicht auch in der Lage, die noch immer bestehenden Probleme zu lösen, bei der Integration anderer Einwanderer zu helfen und diesen Deutschland näher zu bringen.

Ich halte nicht viel davon, den Migranten allein die Schuld in die Schuhe zu schieben und zu behaupten, sie trügen die alleinige Schuld daran, wenn irgendwo ein paar frustrierte Ausländer in Berlin Kreuzberg eine Mülltonne anzünden. Nur weil nicht jeder von ihnen es schafft, sich zu integrieren, heißt das noch lange nicht, sie hätten es nicht versucht. Und einige von ihnen versuchen wirklich viel. Vielleicht sollten wir einsehen, dass auch wir unseren Teil dazu beitragen müssen, dass diese Menschen sich in unsere Gesellschaft einfügen können. Toleranz spielt eine wichtige Rolle, Respekt vor der Kultur und Herkunft des Anderen. Den Islam oder eine beliebige andere Religion zu verdammen, wie Thilo Sarrazin es tut, bringt nicht weiter, es schafft keine Wahrheiten, es verletzt nur. Aber auch der Staat muss mithelfen. Sprach- und Integrationskurse für alle Migranten. Eine gute Betreuung, sei es auf dem Arbeitsamt, bei anderen Behörden oder im sonstigen Alltag. Mehr Förderung für Kinder, bessere Bildungsmöglichkeiten. Wenn schon unter Deutschen die Bildungschancen ungerecht vergeben sind, was wird dann erst aus den Migranten?

Die vorgeschlagenen Beispiele sind nur Schritte, die vielleicht teilweise schon existieren, und nur ausgebaut werden müssen. Und auch sie werden vielleicht nicht reichen, um die Probleme zu lösen. Aber es sind Schritte in die richtige Richtung, um mit viel Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt kann man so viel erreichen. Und es sind genau solche Dinge, die wichtig sind. Nicht die Thesen des Herrn Sarrazin, nicht publikumswirksame Aktionen, kleine Schritte, gemeinsam gegangen, die uns in eine friedliche, zukunftsfähige multikulturelle Gesellschaft führen können.

Das Biest

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