Lebkuchen – Die Geschichte einer süßen Verführung

Nüsse, Honig, Eier, Zucker, Gewürze und noch ein paar Kleinigkeiten – fertig ist eine der wohl beliebtesten Süßspeisen zur Adventszeit: Der Lebkuchen. Neben Plätzchen ist er die Adventssüßigkeit überhaupt – doch kaum jemand weiß so genau, wo er eigentlich herkommt.

Nüsse, Honig, Eier, Zucker, Gewürze und noch ein paar Kleinigkeiten – fertig ist eine der wohl beliebtesten Süßspeisen zur Adventszeit: Der Lebkuchen. Neben Plätzchen ist er die Adventssüßigkeit überhaupt – doch kaum jemand weiß so genau, wo er eigentlich herkommt.

Nürnberger Lebkuchen gemischt

Zuerst einmal eine schockierende Enthüllung für alle Franken und Nürnberger im Besonderen – nein, der Lebkuchen ist leider keine Nürnberger Erfindung, auch wenn die Nürnberger Variante wohl die bekannteste weltweit ist.

Erfunden wurde er vermutlich schon von den alten Ägyptern, bei ihnen handelte es sich um eine Art Honigkuchen, die man als Grabbeigabe fand. Auch den Römern war der Honigkuchen schon bekannt, der Panus Mellitus war ein mit Honig überbackener Kuchen. In seiner heute noch verbreiteten Form wurde er im belgischen Dinant entwickelt, und gelangte dann über Aachen in die fränkischen Klöster. Von dort, aus dem Kloster in Heilsbronn schaffte er es schließlich nach Nürnberg.

Für die Herstellung von Lebkuchen benötigte man bekanntlichermaßen nicht nur Honig und Nüsse, sondern auch Gewürze aus fernen Ländern, die es im 14. Jahrhundert erst einmal zu erwerben galt! Kein Wunder also, dass die meisten Lebkuchenbäcker in großen Handelsstädten wie Nürnberg, Ulm, Augsburg, Basel oder Köln lebten, wo es möglich war, in den Besitz der nötigen Zutaten zu gelangen.

“Den Lebkuchen” gibt es nicht, praktisch jede Region hatte ihre eigene Variante, wenn auch sich manche nur wenig unterschieden. In Nürnberg beispielsweise wurde auf Oblaten gebacken und mit Mandeln oder Zitronat verziert, in München stach man die Formen aus und dekorierte mit buntem Zucker. Aber auch die Namen waren und sind regional sehr unterschiedlich. Pfefferkuchen im Osten, Labekuchen im Südwesten, Magenbrot in Teilen Bayerns oder das gebräuchliche Lebkuchen im Rest Deutschlands – jeder Lebkuchen heißt anders, ohne dass die Zutaten sich zwingend unterscheiden. Bekannt sind zudem auch unterschiedliche Variationen für die Verwendung, ob als praktischer kleiner runder Lebkuchen, als festliches (oder märchenhaftes) Lebkuchenhaus oder romantisches Lebkuchenherz auf der Kirwa, der Lebkuchen hat viele Formen.

Der wohl bekannteste ist der Nürnberger Lebkuchen, der schon seit 1927 als Name gesetzlich geschützt ist, seit 1997 sogar europaweit. Nürnberger Lebkuchen unterliegen strengen Richtlinien – sie müssen innerhalb der Stadtgrenzen Nürnbergs produziert werden und dürfen nicht mit minderwertiger kakaohaltiger Fettglasur, sondern nur mit hochwertiger Kuvertüre überzogen werden. Eine Besonderheit ist der geringe Mehlanteil, gar kein Mehl zu verwenden, gilt als besonders hohe Qualität, und sorgt zugleich für eine besondere Lockerheit. In der Nürnberger Spezialität der Elisenlebkuchen darf sogar nur maximal 10% Mehl enthalten sein. Stattdessen verwendet man sogenannte Ölsamen (Mandeln, Hasel- und Walnüsse) und natürlich die anderen üblichen Zutaten wie Zucker, Ei, Honig, Marzipan, dazu Orangeat, Zitronat und die spezielle Gewürzmischungen, die beispielsweise aus Anis, Ingwer, Kardamom, Muskatblüte, Nelken, Piment, Zimt und Koriander bestehen.

Lebkuchen – eine schon im Mittelalter und weit früher bekannte süße Spezialität, die schon lange fester Bestandteil unserer Ernährung ist. Auch wenn der Trend, sie nur an Weihnachten zu essen, eigentlich Unsinn ist, früher wurden sie auch an Ostern oder während der Fastenzeit verzehrt. Aber egal wann und woher, letztendlich zählt doch nur eins – hauptsache sie schmecken genauso lecker, wie wir sie Erinnerung haben!

Das Biest

Ein Nürnberger Lebkuchen mit traditioneller Verzierung

 

  • miau

    da hat aber jemand ordentlich bei Wikipedia abgeschrieben :D

  • Das Biest

    Sollte ja auch keine große Recherche sein, sondern nur mal n bissl was über die Hintergründe erzählen. Normalerweise hab ich auch eine ganze Reihe anderer Quellen, aber bei dem Thema war es nicht so wichtig, und gab es auch nicht so viele andere Möglichkeiten, deswegen hab ich eben hauptsächlich Infos aus Wikipedia verwendet… ;)

  • http://www.zauberdergewuerze.de/Lebkuchen-Gewuerz Merry

    Na, ist doch egal.. Hauptsache die Lebkuchen schmecken… Könnte das ganz Jahr über Lebkuchen essen! Ich liebe diese Dinger! Ein frohes Fest wünsche ich.